SEO-, GEO- und Webdesign-Glossar für Unternehmen
Zwanzig Begriffe, die Ihnen in Gesprächen über Websites, Suchmaschinen und KI-Sichtbarkeit begegnen. Jeder mit kurzer Definition, praktischer Bedeutung und dem Fehler, den wir am häufigsten sehen.
Alle Begriffe im Überblick
Dieses SEO-, GEO- und Webdesign-Glossar richtet sich an Unternehmer, nicht an Entwickler. Die Begriffe sind in fünf Gruppen sortiert, damit Zusammenhänge sichtbar werden. Über die Sprungmarken kommen Sie direkt zum gewünschten Eintrag. Wenn Ihnen ein Begriff fehlt, sagen Sie uns Bescheid, das Glossar wächst.
Technik und Geschwindigkeit
- Core Web Vitals
- Drei Kennzahlen, mit denen Google die Nutzererfahrung einer Website misst: Ladegeschwindigkeit (LCP), Reaktionsfähigkeit (INP) und visuelle Stabilität (CLS). Sie fließen in die Bewertung von Seiten ein und werden aus den Daten echter Nutzer erhoben. Praktisch bedeutet das: Eine Website, die bei allen drei Werten im grünen Bereich liegt, hat es leichter, gut zu ranken, und verliert weniger Besucher durch Ungeduld. Der typische Fehler ist sich auf die Punktzahl eines Testtools zu verlassen, statt auf die Felddaten zu schauen, die Google tatsächlich verwendet. Wie wir daran arbeiten, steht unter Ladezeit verbessern.
- Largest Contentful Paint (LCP)
- Misst, wie lange es dauert, bis das größte sichtbare Element einer seite geladen ist, meist ein Hero-Bild oder eine große Überschrift. Google setzt die Grenze bei 2,5 Sekunden. Für Unternehmen heißt das: Der erste Eindruck muss schnell da sein sonst ist der Besucher weg. Häufigste Ursache für schlechte Werte ist ein riesiges Bild in falscher Größe oder in einem alten Format, das ohne Priorität geladen wird. Die Lösung ist fast immer dieselbe: Bild auf Anzeigegröße skalieren, als WebP ausliefern und vorladen.
- Interaction to Next Paint (INP)
- Misst, wie schnell eine Seite sichtbar auf eine Eingabe reagiert, etwa auf das Antippen eines Menüs oder Buttons. Ziel sind unter 200 Millisekunden. INP hat 2024 die ältere Kennzahl FID abgelöst, weil sie alle Interaktionen einer Sitzung berücksichtigt, nicht nur die erste. Schlechte Werte entstehen meist durch zu viel JavaScript, oft aus Plugins, Trackingdiensten oder Chat-Widgets, die den Browser beschäftigen während der Nutzer wartet. Der typische Fehler: Skripte im Kopfbereich laden, die erst viel später gebraucht werden.
- Cumulative Layout Shift (CLS)
- Misst, wie stark sich inhalte während des Ladens unerwartet verschieben. Jeder kennt es: Man will auf einen Link tippen, ein nachladendes Bild schiebt alles nach unten, man trifft etwas anderes. Google bewertet Werte unter 0,1 als gut. Ursache sind fast immer Bilder oder Werbeflächen ohne festgelegte Maße, nachträglich eingeschobene Banner oder Schriften, die beim Laden die Größe wechseln. Die Lösung ist unspektakulär: Jedes Bild bekommt Breite und Höhe im HTML, und Platz für dynamische Inhalte wird vorab reserviert.
- Statische Website
- Eine Website, deren Seiten als fertige HTML-Dateien auf dem Server liegen und direkt ausgeliefert werden. Es gibt keine Datenbank, kein Content-Management-System und keine Plugins, die bei jedem Aufruf ausgeführt werden. Das macht solche Seiten sehr schnell, sicher und wartungsarm. Für die meisten kleinen Unternehmen mit fünf bis fünfzehn Seiten ist das die passende Lösung. Der typische Irrtum ist, statisch mit altmodisch oder eingeschränkt zu verwechseln. Gestaltung und Funktionen sind dieselben wie bei jeder modernen Website. Mehr dazu unter Websites ohne CMS.
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Ladezeit prüfen lassenAuffindbarkeit und Indexierung
- Crawlbarkeit
- Beschreibt, ob die Programme einer Suchmaschine, die Crawler, eine Website vollständig lesen und allen Links folgen können. Was nicht gecrawlt werden kann, wird nicht indexiert und taucht nirgends auf. Blockaden entstehen durch Fehler in der robots.txt, durch Inhalte, die nur per JavaScript nachgeladen werden, durch Seiten ohne interne Verlinkung oder durch Server, die zu langsam antworten. Der typische Fehler ist eine Entwicklungsumgebung, die beim Livegang versehentlich gesperrt bleibt. Crawlbarkeit ist auch die erste Voraussetzung für Sichtbarkeit in KI-Systemen, weil diese denselben Zugang nutzen.
- Indexierung
- Die Aufnahme einer Seite in den Datenbestand einer Suchmaschine. Erst wenn eine Seite im Index ist, kann sie in Suchergebnissen erscheinen. Crawlen und Indexieren sind zwei Schritte: Google kann eine Seite lesen und sich trotzdem entscheiden, sie nicht aufzunehmen, etwa weil der Inhalt doppelt vorhanden oder zu dünn ist. In der Google Search Console sehen Sie, welche Seiten indexiert sind und warum andere fehlen. Der typische Fehler ist, viele ähnliche Seiten anzulegen und sich dann zu wundern, dass Google nur eine davon indexiert.
- Canonical Tag
- Eine Angabe im Kopfbereich einer Seite, die Suchmaschinen sagt, welche Adresse die maßgebliche Version ist. Nötig, weil dieselbe Seite oft unter mehreren Adressen erreichbar ist: mit und ohne www, mit und ohne Parameter, mit und ohne abschließenden Schrägstrich. Ohne Canonical verteilt sich die Bewertung auf mehrere varianten. Jede Seite sollte einen Canonical auf sich selbst tragen, in der bevorzugten Schreibweise. Der typische Fehler ist ein Canonical, der auf die Startseite zeigt und damit alle Unterseiten aus dem Rennen nimmt.
- 301-Weiterleitung
- Eine dauerhafte Weiterleitung von einer alten Adresse auf eine neue. Der Statuscode 301 signalisiert Suchmaschinen, dass der Inhalt umgezogen ist und die gesammelten Signale der alten Adresse auf die neue übertragen werden sollen. Unverzichtbar bei jedem Relaunch, bei dem sich Adressen ändern. Der typische Fehler ist, Weiterleitungen zu vergessen oder alle alten Seiten pauschal auf die Startseite zu leiten. Beides führt dazu, dass Rankings verloren gehen. Wie wir das beim Umzug einer bestehenden Website handhaben, steht dort ausführlich.
- Technisches SEO
- Alle Maßnahmen an Technik und struktur einer Website, die es Suchmaschinen erleichtern, sie zu crawlen, zu indexieren und zu bewerten. Dazu gehören Ladezeit, mobile Darstellung, saubere Adressen, Canonicals, Weiterleitungen, XML-Sitemap, strukturierte Daten und eine Überschriftenhierarchie, die den Inhalt abbildet. Technisches SEO ist das Fundament, auf dem Inhalte wirken können. Der typische Fehler ist, zuerst Texte zu schreiben und die Technik später "nachzurüsten". Bei uns ist sie von Anfang an Teil jeder Website und Grundlage jeder SEO-Zusammenarbeit.
Inhalte und Metadaten
- Suchintention
- Die Absicht, die hinter einer Suchanfrage steckt. Wer "Wärmepumpe Kosten" eingibt, will sich informieren. Wer "Wärmepumpe Remagen Installateur" eingibt, will beauftragen. Beide brauchen unterschiedliche Seiten. Google bewertet, ob eine Seite zur Absicht passt, und zeigt bei kommerziellen Suchen andere Ergebnisse als bei informativen. Für Unternehmen heißt das: Jede Seite sollte eine klar abgegrenzte Absicht bedienen. Der typische Fehler ist, auf einer Seite gleichzeitig informieren, überzeugen und verkaufen zu wollen. Dann funktioniert keins von dreien richtig.
- Meta Title
- Der Titel einer Seite im Quelltext. Er erscheint als anklickbare Überschrift in den Suchergebnissen und im Browser-Tab. Er ist eines der wichtigsten Signale dafür, worum es auf der Seite geht, und entscheidet mit darüber, ob jemand klickt. Ein guter Title nennt das Thema, bei regionalen Angeboten den Ort und am Ende die Marke, und bleibt unter etwa 580 Pixeln Breite, damit er nicht abgeschnitten wird. Der typische Fehler ist derselbe Title auf allen Seiten oder ein Title, der nur den Firmennamen enthält.
- Meta Description
- Eine Kurzbeschreibung im Quelltext, die Suchmaschinen häufig als Vorschautext unter dem Titel anzeigen. Sie beeinflusst das Ranking nicht direkt, aber sie beeinflusst, ob jemand klickt. Eine gute Description sagt in ein bis zwei Sätzen, was die Seite bietet und warum sie die richtige ist, und bleibt unter etwa 1000 Pixeln Breite. Google ersetzt sie manchmal durch eigene Auszüge, wenn sie nicht zur Suche passt. Der typische Fehler ist, sie ganz wegzulassen oder mit Keywords zu füllen, statt einen Satz für Menschen zu schreiben.
- Interne Verlinkung
- Die Links zwischen den Seiten einer Website. Sie zeigen Nutzern, wo es weitergeht, und Suchmaschinen, welche Seiten zusammengehören und welche wichtig sind. Eine Seite, auf die viele andere Seiten verweisen, wird als bedeutender eingestuft. Kontextuelle Links im Fließtext wirken dabei stärker als Links in Navigation oder Footer. Der typische Fehler ist, Seiten nur über das Menü zu verbinden und im Text nie aufeinander zu verweisen. Dann fehlt Google der Zusammenhang und Besucher finden verwandte Themen nicht.
- Schema.org und strukturierte Daten
- Schema.org ist ein standardisiertes Vokabular, mit dem Inhalte einer Website maschinenlesbar ausgezeichnet werden: Das ist ein Unternehmen, das eine Leistung, das eine Frage mit Antwort. Die Auszeichnung erfolgt meist als JSON-LD im Quelltext. Suchmaschinen nutzen sie für erweiterte Darstellungen in den Ergebnissen und für die Einordnung von Inhalten. Wichtig: Strukturierte Daten müssen zum sichtbaren Inhalt passen. Der typische Fehler ist, Bewertungen, Öffnungszeiten oder Adressen auszuzeichnen, die auf der Seite gar nicht stehen. Das kann zu Abstrafungen führen.
Inhalte, die gefunden werden
Wir ordnen Ihre Seiten nach Suchintention, setzen Metadaten und Verlinkung sauber und messen, was sich verändert.
SEO-Angebot anfordernRegional gefunden werden
- Local SEO
- Suchmaschinenoptimierung für Anfragen mit Ortsbezug, also für fast alle Suchen nach Handwerkern, Praxen, Restaurants oder Dienstleistern. Google bewertet dafür andere Signale als bei überregionalen Themen: Entfernung, Vollständigkeit des Unternehmensprofils, Konsistenz von Name, Adresse und Telefonnummer, Bewertungen und Erwähnungen aus der Region. Ziel ist die Sichtbarkeit in der Kartenansicht und in lokalen Ergebnissen. Der typische Fehler ist, für jeden Ort im Umkreis eine eigene Seite mit ausgetauschtem Ortsnamen anzulegen. Wie es besser geht, steht unter lokale Suchmaschinenoptimierung.
- Google-Unternehmensprofil
- Der kostenlose Eintrag, mit dem ein Unternehmen in der Google-Kartenansicht und in lokalen Suchergebnissen erscheint, früher Google My Business genannt. Er enthält Kategorie, Leistungen, Öffnungszeiten, Fotos, Bewertungen und Fragen. Für Unternehmen mit Laufkundschaft oder regionalem Einzugsgebiet ist er oft wichtiger als die eigene Website. Wer beim kunden vor Ort arbeitet nutzt die Option Servicegebiet, ohne Adresse anzuzeigen. Der typische Fehler ist ein Profil, das einmal angelegt und nie wieder gepflegt wurde: falsche Zeiten, keine Fotos, unbeantwortete Bewertungen.
KI und generative Suche
- KI-Sichtbarkeit
- Das Vorkommen eines Unternehmens oder seiner Inhalte in den Antworten KI-gestützter Suchsysteme wie ChatGPT, Gemini, Perplexity oder Google AI Overviews. Anders als bei einer Ergebnisliste gibt es keine Position sondern nur genannt oder nicht genannt. Voraussetzungen sind Crawlbarkeit, konkrete und zitierfähige Inhalte, eine erkennbare Quelle mit echten Personen und Bestätigung durch andere Websites. Der typische Irrtum ist, dass es einen direkten Weg oder einen Trick gäbe, um in diese Antworten zu kommen. Den gibt es nicht. Was hilft, steht unter sichtbar werden in KI-Antworten.
- Generative Engine Optimization (GEO)
- Die methodische Arbeit daran, dass KI-gestützte Suchsysteme eine Website als Quelle verwenden. GEO baut auf klassischem SEO auf und ergänzt es um zitierfähige Formulierungen, klare Entitäten (wer, was, wo), konsistente Unternehmensangaben und externe Bestätigung. Es ersetzt SEO nicht, weil die Systeme denselben Index nutzen wie die klassische Suche. Der typische Fehler ist, auf angebliche Geheimtricks zu setzen, etwa spezielle Dateien, versteckte Anweisungen oder massenhaft erzeugte Texte. Wie wir vorgehen, steht auf der Seite zur GEO-Beratung.
- AI Overviews
- Die KI-generierte Zusammenfassung, die Google bei vielen Suchen oberhalb der klassischen Ergebnisse anzeigt. Sie beantwortet die Frage direkt und nennt Quellen, aus denen die Antwort zusammengesetzt wurde. Gespeist wird sie aus dem regulären Google-Index, deshalb ist klassische Sichtbarkeit die Voraussetzung, um dort genannt zu werden. Für Unternehmen bedeutet das: Wer bei Google nicht gut rankt, taucht auch in der Übersicht nicht auf. Der typische Fehler ist, AI Overviews als eigenes System zu behandeln, für das man etwas anderes tun müsste als gute SEO.
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